Maria Wachter, 1934<br/>(c) Foto: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
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  • Skulptur von Maria Wachter in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.<br/>Erstellt im Schuljahr 1992 von Schülern des Marie-Curie-Gmnasium in Düsseldorf unter der Leitung von Ilsabe Schülke.<br/>(c) Foto: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorfpreview of Skulptur von Maria Wachter in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.<br/>Erstellt im Schuljahr 1992 von Schülern des Marie-Curie-Gmnasium in Düsseldorf unter der Leitung von Ilsabe Schülke.<br/>(c) Foto: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
Maria Wachter
geboren 21.04.1910

Geburtsort:
Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Düsseldorf > Düsseldorf

Beruf:
Kontoristin

Maria Wachter stammt aus einem sozialdemokratischen Elternhaus. Marias Vater war Klempner und Installateur. Ihre Mutter war zwar Antifaschistin, aber nie in einer Partei. Das Handeln der Mutter war vor allem von christlichen Werten geprägt.

Nach ihrer Schulzeit in der Helmholtzschule absolvierte Maria eine Ausbildung als Kontoristin in Düsseldorf.
Im Jahre 1930 wurde sie jedoch arbeitslos und fing dann im Parteibüro der Kommunistischen Partei auf der Kölner Straße an zu arbeiten.

1931 trat sie der Agit-Prop-Gruppe "Nord-West-Ran" bei. Dort spielte sie u. a. mit Wolfgang Langhoff, Hilarius Gilges, Peter Klingen und Hans Fladung.

Als Adolf Hitler am 26. Januar 1932 eine Rede im Industrie-Club Düsseldorf hielt, demonstrierte Maria Wachter mit den Kollegen von "Nord-West-Ran" vor den Türen des Clubs.

1933 ging sie in den illegalen Widerstand in Düsseldorf, wo sie bis 1935 tätig war. Ihre Widerstandsgruppe verfasste und erstellte vor allem Flugblätter, welche dann in Düsseldorf verteilt wurden. Danach besuchte sie von 1935 - 1937 die Lenin Schule in Moskau. Anschließend übernahm sie von 1937 - 1939 in Amsterdam die Abschnittsleitung West der KPD.

1939 wurde sie bei einem "Erholungsurlaub" in Paris verhaftet und im Lager Rieucros interniert. Nach ihrer Überführung zur Düsseldorfer Gestapo wurde sie vor dem Oberlandesgericht in Hamm zu einer Zuchthaustrafe verurteilt.

Maria Wachter hat in der Nachkriegszeit in vielen verschiedenen Veranstaltungen über ihre Zeit im Widerstand und über ihre Gefangenschaft berichtet. Ein besonderes Anliegen war ihr immer der Kontakt zu jungen Leuten. Mit ihrer freundlichen Art hat sie viele Generationen von Schülerinnen und Schüler erreicht.

Sie ist Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten in Nordrhein Westfalen. Ferner ist sie Ehrenmitglied des Fördervereins der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.

Autor: Uwe Augustin